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Slippage

Was ist Slippage?

Im Kryptowährungshandel beschreibt Slippage die Differenz zwischen dem erwarteten Preis eines Trades und dem tatsächlichen Preis, zu dem er ausgeführt wird.

Du siehst ein erstes Angebot, wenn du den Kauf, Verkauf oder Swap eines Krypto-Assets autorisierst. Doch Kryptomärkte verändern sich schnell — oft innerhalb von Sekunden. Bis deine Transaktion verarbeitet und auf der Blockchain bestätigt wird, kann der Kurs bereits anders sein. Diese Veränderung ist Slippage.

Es gibt zwei Hauptarten:

  • Negative Slippage. Der Trade wird zu einem schlechteren Preis ausgeführt als erwartet. Ein Käufer zahlt am Ende mehr; ein Verkäufer erhält weniger. Ein einfaches Beispiel: Du planst, 1 ETH für 2.000 $ zu kaufen, aber der endgültige Ausführungspreis liegt bei 2.020 $. Das sind 1 % negative Slippage.
  • Positive Slippage. Hier bewegt sich der Markt während der Ausführung zu deinem Vorteil, sodass du einen besseren Preis als im Angebot erhältst. Käufer zahlen weniger, Verkäufer verdienen mehr.

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Warum Slippage entsteht

Mehrere zentrale Faktoren treiben Slippage an:

  • Marktvolatilität. Preise können innerhalb von Sekunden stark schwanken. Dein angegebener Kurs spiegelt möglicherweise zum Zeitpunkt der Bestätigung durch das Netzwerk nicht mehr die Realität wider.
  • Niedrige Liquidität. Wenn es bei deinem Zielpreis nicht genug Gegenparteien gibt, greift das System auf die nächsten verfügbaren Stufen im Orderbuch oder Liquiditätspool zurück — oft zu ungünstigeren Kursen.
  • Große Ordergrößen. Ein großer Trade im Verhältnis zur verfügbaren Liquidität bewegt den Preis beim Ausführen häufig mit, wobei Teile der Order zu zunehmend schlechteren Kursen ausgeführt werden.
  • Netzwerkverzögerungen. Eine Überlastung der Blockchain — etwa auf Ethereum — verlangsamt die Bestätigungen. Je mehr Zeit der Markt hat, sich zu verändern, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit von Slippage.
  • MEV (Maximum Extractable Value). Auf dezentralen Börsen betreiben Searcher manchmal Front-Running oder Sandwich-Angriffe bei großen Swaps. Sie nutzen das Timing deines Trades aus, um Gewinn zu erzielen, und vergrößern dadurch effektiv die Slippage-Lücke.

Slippage tritt am häufigsten auf dezentralen Börsen (DEXs) oder bei Swap-Funktionen auf, die offene Liquiditätspools statt zentralisierter Orderbücher nutzen.

*Dieses Material dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine finanzielle, Anlage- oder Rechtsberatung dar. Kryptowährungsmärkte sind hochvolatil. Der Handel mit Kryptowährungen ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum Verlust deines eingesetzten Kapitals führen. Führe immer deine eigene Recherche durch, bevor du finanzielle Entscheidungen triffst. 

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