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Details und Auswirkungen des SEC-v.-Ripple-Falls: Juli 2023

John Martin

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Aktualisiert: ,4 Min

Ein Gericht im Southern District of New York entschied zugunsten von Ripple Labs, einem in Kalifornien ansässigen Blockchain-Unternehmen, in einer Klage gegen die Securities and Exchange Commission (SEC). Richterin Analysa Torres kam zu dem Schluss, dass der Verkauf und die Verteilung von XRP nicht als Angebot oder Durchführung von Investmentverträgen gelten.

Die Aufsichtsbehörde reichte 2020 Klage gegen das Unternehmen ein und warf ihm vor, nicht registrierte Wertpapiere in Form nativer Plattform-Token zu verteilen.

Der Sieg von Ripple war jedoch nicht vollständig. Laut dem Gerichtsurteil verstieß der Kauf von Coins im Wert von mehr als 700 Millionen US-Dollar durch große Akteure weiterhin gegen US-Recht. Torres gab dem Antrag der SEC statt, die Angelegenheit im Wege eines summarischen Verfahrens zu entscheiden.

Nun warten der Unternehmenschef Brad Garlinghouse und der Geschäftsführer Chris Larsen auf ein Geschworenengericht. Dieses wird entscheiden, ob die Top-Manager für den illegalen Verkauf von Token an Institutionen verantwortlich sind.

Die Verbreitung von XRP über Börsen und Algorithmen gilt nicht als Wertpapiertransaktion, da die SEC nicht eindeutig feststellen kann, dass Anleger „vernünftigerweise erwarteten, von den unternehmerischen oder managementbezogenen Bemühungen anderer zu profitieren“.

Die Richterin merkte an, dass die sogenannten „Software-Verkäufe“ seit 2017 weniger als 1 % der weltweiten Transaktionen mit dem Token des Unternehmens ausmachen.

Werden Verkäufe jedoch an große Akteure getätigt, könnten diese erwarten, von Investitionen in das Unternehmen zu profitieren. In diesem Fall würde XRP unter die Definition von Wertpapieren fallen.

Vertreter der Commission erklärten, die Behörde „werde die Entscheidung weiterhin prüfen“, was auf die Möglichkeit einer Berufung hindeutet.

Vor dem Hintergrund des Urteils stieg der XRP-Kurs um 97 % und kletterte von 0,47 US-Dollar auf 0,93 US-Dollar. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wird der Vermögenswert bei 0,79 US-Dollar gehandelt.

Was ist Ripple?

Ripple ist ein Blockchain-Projekt, das 2012 gestartet wurde und auf dem XRP-Ledger-Netzwerk basiert. Überweisungen und Abwicklungen innerhalb des Netzwerks werden mit der nativen Kryptowährung — XRP — durchgeführt.

Das Ripple-Projekt zielt vor allem darauf ab, Finanzinstituten zu dienen und eine Alternative zu bestehenden Systemen für Interbanktransaktionen wie SWIFT zu bieten.

Ripple Labs, der Initiator des Projekts, bestreitet jede Beteiligung an der Ausgabe von XRP. In den vergangenen Jahren sah sich das Unternehmen in den USA mit Klagen von Anlegern konfrontiert, die ihm den Verkauf nicht registrierter Wertpapiere vorwerfen.

SEC vs Ripple Labs

Einige Jahre nach Beginn ihrer Arbeit begann Ripple Labs, sich von XRP zu distanzieren. Im Juli 2018 wurde auf der Projektwebsite eine Mitteilung veröffentlicht, in der die Coin als „unabhängiger“ digitaler Vermögenswert dargestellt wurde, getrennt von Ripple. Gleichzeitig gestaltete die XRP Distributed-Ledger-Community das Logo um und änderte erfolgreich den Handelsticker an Kryptobörsen und in Diensten von Ripple (XRP) auf XRP (XRP).

Damit versuchte man, einer Verfolgung wegen des Handels mit nicht registrierten Wertpapieren zu entgehen, da XRP-Coins potenziell unter diese Definition fallen konnten.

Trotz der Versuche der Führung von Ripple Labs, sich von dem Krypto-Asset zu distanzieren, verteidigte sich das Unternehmen bis August 2018 vor Gericht gegen vier Sammelklagen von Anlegern wegen des Handels mit nicht registrierten Anteilen.

Warum ist dieser Fall wichtig?

Erstens spiegelt dieser Streit einen Mangel an Klarheit in der Gesetzgebung hinsichtlich der Einstufung von Krypto-Assets wider. Eine Entscheidung in diesem Fall könnte einen Präzedenzfall schaffen und künftige regulatorische Praktiken weltweit beeinflussen.

Der Streit zwischen Ripple und der SEC hat einen erheblichen Einfluss auf die Community und die Anleger. Die Entscheidung könnte den Wert und Status von XRP beeinflussen sowie zu einer veränderten Behandlung anderer Krypto-Assets führen. Unabhängig vom Ausgang des Falls wird dies ein entscheidender Moment für die Branche sein und das Vertrauen in die Nutzung und Investition in Kryptowährungen beeinflussen können.

Es ist auch erwähnenswert, dass das Ergebnis des Streits zu mehr Klarheit und Stabilität bei der rechtlichen Regulierung von Krypto-Assets beitragen kann. Dies könnte ein Schritt nach vorn sein, um einen klaren Rahmen zu schaffen, der die Beziehungen zwischen Kryptounternehmen und Regulierungsbehörden regelt.

Insgesamt ist der Streit zwischen Ripple und der SEC eines der bedeutendsten Ereignisse in der Kryptowährungsbranche der letzten Jahre. Er zeigt die Schwierigkeiten und Herausforderungen, denen Kryptounternehmen bei ihren Bemühungen um rechtliche Klarheit und Regulierung begegnen.

Fazit

Wichtig ist, dass Ripples Gerichtsverfahren mit der SEC weiter andauern und das Urteil lediglich einen Teilsieg für das Unternehmen darstellt.

Das Ergebnis hatte jedoch einen erheblichen Einfluss auf die Marktentwicklung seines Tokens und stärkte seine Position als eine der Top-Kryptowährungen.

Eine künftige erneute Listung von XRP an großen Börsen dürfte dessen Liquidität und Handelsvolumen erhöhen und möglicherweise zu einem Anstieg seines Werts und seiner Marktkapitalisierung führen.

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